2 Sitzung im LiteraturSalon 2026 – Biografien

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Wer Literatur liebt, lässt sich immer wieder gern von guten und kontroversen Büchern in den Bann ziehen und bereichern. Der LiteraturSalon der kulturtube schafft den Rahmen für Austausch mit Gleichgesinnten und ermöglicht neue Aspekte, die weit über das Gelesene hinausgehen.

„Es ist mir zuwider, in dem kostbaren Leben großer Schriftsteller herumzustochern, und ich hasse den voyeuristischen Blick über den Zaun ihres Lebens. Ich hasse die Vulgarität des menschlichen Interesses, ich hasse das Rascheln der Röcke und das Gekicher in den Korridoren der Zeit — und kein Biograph wird je einen Blick auf mein Privatleben erhaschen.“, Vladimir Nabokov in seinen Vorlesungen über russische Literatur. So hat er selbst eine Autobiographie geschrieben „Erinnerung, sprich“, um den Einblick in sein Privatleben der Literaturwelt zu verwehren. Aber was ist dran, an Nabokos Vermutung? Sind Biografien nicht auch immer Mutmaßungen auf Basis der vorliegenden Informationen, also eine Art Fiktion?“  Sie versprechen intellektuellen Genuss, Belehrung und tiefere Einblicke in das Leben anderer Menschen, so dass wir im LiteraturSalon noch 3 weitere Kurseinheiten mit Biographien lesen und besprechen werden.  

Im Herbst führt die Literaturreise nach Worpswede, so werden wir Klaus Modik „Konzert ohne Dichter“ über das schwierige Verhältnis H. Vogeler und R.M. Rilke, das bewegende Porträt des viel zu früh verstorbenen, talentierten Schriftstellers Wolfgang Herrndorf von Tobias Rüther lesen und mit der albanischen Schriftstellerin Lea Ypi „Frei“ das Thema Biographien abschließen. 

Auf der Frankfurter Buchmesse 2026 wird sich das Gastland Tschechien mit Klassikern und Gegenwartsliteratur vorstellen. Eine gute Gelegenheit, tschechische Autoren und Autorinnen kennenzulernen, die sich historisch und gesellschaftlich kritisch mit Mittel- und Osteuropa auseinandersetzen. 

Wir werden im 2. Halbjahr lesen:

  • Plus 10 profunde Essays von Zsófia Bán, Der Sommer unseres Missvergnügens
  • Bohumil Hrabal, Ich dachte an die goldenen Zeiten
  • Lea Ypi, Freitag
  • Jaroslav Rudis, Vom Ende des Punks in Helsinki
  • Alena Mornstajnová, Hana


Ort:
Bibliothek Hombruch, Harkortstr. 58, 44225 Dortmund 
Zeitraum: 6x von Juli bis Dezember 2026, jeweils von 17 bis 19 Uhr
Kosten: 80,- Euro 
Beginn: 06. Juli 2026
Leitung: Heide-Marie Nolte 
Anmeldung per E-Mail an h.nolte@kulturtube-nrw oder telefonisch unter 0231 33006840

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Heide-Marie Nolte

Als Buchhändlerin und Studentin der Germanistik, Philosophie und Kulturwissenschaften wurde Literatur zu meiner Lebensmission.

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